Internet-Texte richtig schreiben
Online-Leser wollen schnelle Information übersichtlich präsentiert bekommen
Texte sind nicht gleich Texte, das ist keine neue Erkenntnis. Das gilt besonders, wenn man sich die Unterschiede beim Leseverhalten von Online-Texten zu Gedrucktem verinnerlicht. Was als gedruckter Text regelrecht verschlungen wird, bekommt im World Wide Web die kalte Schulter gezeigt. Denn anders als bei Broschürentexten erhofft sich der Besucher eines Internetauftritts eine schnelle und vor allem übersichtliche Information. Findet er diese nicht auf Anhieb, hat er sich schneller wieder weggeklickt, als Ihnen lieb sein kann.
Aktuelle Studien haben ergeben, dass Benutzer im Internet keine langen Texte lesen möchten. Das ist hauptsächlich auf die Unbequemlichkeit des Bildschirmlesens zurückzuführen. Lesen am Bildschirm ist sehr anstrengend und dadurch studieren die meisten von uns Online-Informationen auch bis zu 25% langsamer als Druckerzeugnisse. Darüber hinaus wird gerade bei längeren Texten höchstens ein Drittel der Inhalte wirklich aufgenommen.
Weitere Ergebnisse zum Online-Leseverhalten:
- 70-80 % lesen nicht, sondern "scannen".
- Anzahl der Blickbewegungen ist um 60% reduziert.
- Beachtet werden nur hervorstechende Informationen, wie Überschriften, Fettgedrucktes, Listen, Grafiken.
- Lesegeschwindigkeit ist 3x höher als bei normalem Lesen.
- ca. 50% der Informationen sind überflüssig, sie werden gar nicht wahrgenommen.
Unser Tipp: Versuchen Sie deshalb die Anzahl der Wörter auf mindestens die Hälfte der Papiervariante zu kürzen. Schreiben Sie klar und deutlich und vermeiden Sie eine unnötige Werbesprache. Gestalten Sie Texte stets so, dass diese vom Benutzer gut überflogen werden können, indem Sie die wichtigsten Wörter beispielsweise fett hervorheben. Beispiel einer Textüberarbeitung:
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