Große Unterschiede bei der Wahrnehmung von Online- und Offline-Marken
Online ist modern und offline seriös.
Online- und Offline-Marken unterscheiden sich in der Wahrnehmung der Internet-Nutzer erheblich voneinander. Virtuelle Marken gelten als modern und attraktiv, jedoch wesentliche Werte wie Seriosität oder Qualität fehlen ihnen, fand jetzt ein Marktforschungsunternehmen aus Bielefeld in einer repräsentativen Umfrage heraus.
Festgestellt wurde, dass bei den für die Markenbildung so wesentlichen Werten wie Seriosität, hohe Qualität und Tradition die im Internet geführten Marken schlechter abschneiden, als Offline-Marken. Den virtuellen Marken halten die deutschen Internet-User zugute, dass sie moderner, kreativer, aktiver, attraktiver und zielorientierter wahrgenommen würden. Allerdings verbinden die Internet-Nutzer mit den E-Brands auch einen günstigeren Preis.
Online-Auktionsportale und das sogenannte Powershopping scheinen zu diesem Image beizutragen. Und das, obwohl Produkte im Internet häufig teurer sind als offline eingekaufte. Darüber hinaus wird Produkten von Online-Marken ein höherer Nutzwert zugeschrieben.
Wider Erwarten schrieben die Internet-Nutzer eher den Offline-Marken eine Überprüfbarkeit der Markenversprechen zu, da diese „greifbar“ sind. Allerdings könnten die Surfer mit Unternehmen, die eine virtuelle Marke führen, eher und gerade über das Internet in Kontakt treten, um das Markenversprechen zu prüfen und Vertrauen zu gewinnen. Von den deutschen Internet-Usern wurde das auch bestätigt: Nahezu jeder Zweite sagte aus, mit Unternehmen, die eine Online-Marke führen, in Kontakt treten zu können. |