Ausgabe 4 - Herbst 2004 griffity insights
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Über die Zusam-
menarbeit mit externen Beratern
Aufbau einer Pressemitteilung – So wird's gemacht
Der Redaktions-
besuch – ein Dialog mit Live-Charakter
Keine Sünden bei der Online-Presse-
arbeit
Was Sie über Bildbeschaffung wissen sollten

Über die Zusammenarbeit mit externen Beratern

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie machen alles selber oder Sie kaufen sich fremdes Know-how hinzu. Ideal ist eine Mischform aus beidem. Wenn Sie nur eine kleine Firma haben, kann es sinnvoll sein, sich der Hilfe eines Profis zu bedienen, weil es sich kaum rechnen wird, einen Mitarbeiter ausschließlich für die Pressearbeit Ihres Unternehmens einzusetzen.

In einem größeren Unternehmen lohnt sich ein eigener PR-Mann schon eher. Hier ist es wichtig, dass der Mitarbeiter in die innerbetriebliche Struktur eingegliedert ist. Aber auch ein externer Berater muss gute Einblicke in die Unternehmensstruktur bekommen können, damit er Ihre Firmenphilosophie in gewünschter Form nach außen tragen kann und auch für Journalisten ein kompetenter Ansprechpartner ist.

Profis können aufgrund ihrer umfassenden Erfahrungen so manche Leistung schneller und mit weniger Fehlern umsetzen und sie sparen dadurch bares Geld. Resultat einer solchen Mischkalkulation wäre dann beispielsweise eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Ihnen und einer PR-Agentur. Doch bevor man sich für diese Form entscheidet, gilt es zunächst einmal verschiedene Kriterien abzuchecken.

Newcomer

Gerade für einen Newcomer in der Welt der Öffentlichkeitsarbeit kann sich eine Zusammenarbeit mit einer Agentur lohnen, weil das eine Garantie ist, zunächst einmal die größten Fehler zu vermeiden. Gerade im Bereich der Pressearbeit, können grobe Schnitzer dafür sorgen, dass man sich Kontakte verdirbt, die man unbedingt braucht, um erfolgreich PR machen zu können.

Faktor Zeitnot

Hat man selber keine Zeit, um sich beispielsweise gründlich um die Pressearbeit zu kümmern, sollte man auch auf Externe ausweichen. Zeit ist Geld und bevor sie ewig brauchen, bis Sie sich in die Welt der Pressearbeit hineingefunden haben, können Sie unter Umständen erheblich günstiger einen Profi ans Werk lassen.

Die „Chemie“ muss stimmen

Wie finden Sie eine gute PR-Agentur? Grundsätzlich gesehen gelten dabei die gleichen Kriterien wie bei der Suche nach einem passenden Mitarbeiter. Denn nicht nur Qualifikation muss stimmen, sondern auch die „Chemie“. Wenn Sie einen PR-Berater empfohlen bekommen, dann ist das sicherlich eine der einfacheren Möglichkeiten. Denn wenn jemand empfohlen wird, dann kann man eine fachliche Qualifikation voraussetzen.

Wertvolle Hinweise geben Ihnen meist die Medien: Wenn Ihnen beispielsweise immer wieder gute Pressemitteilungen in den Zeitungen über Ihre Wettbewerber auffallen, können Sie über die Redaktionen erfragen, wem die Journalisten diese Informationen zu verdanken haben. Wenn die Informationen auf eine Pressemitteilung zurückgehen und nicht selbst recherchiert sind, können Sie in dem Verfasser dieser Meldung vielleicht Ihren künftigen PR-Berater finden. Sie können aber unabhängig davon, Journalisten fragen, ob Ihnen ein guter PR-Berater bekannt ist. Da die Journalisten häufig mit diesen zusammenarbeiten, fällt dem ein oder anderen vielleicht ein Name ein.

Woran Sie eine gute PR-Agentur erkennen

Hüten Sie sich vor PR-Beratern, die mit ihren zahlreichen guten Pressekontakten prahlen. Denn hier gilt wie so oft das Leitwort: Qualität zählt, nicht Quantität. Um eine kontinuierliche Pressearbeit aufzubauen, müssen die Pressekontakte auf das Unternehmen zugeschnitten sein.

In jedem Fall muss sich der Berater in der Medienlandschaft auskennen und sollte Ihnen in einem ersten Gespräch vorschlagen können, welche Medien für Ihre PR in Frage kommen. Sei es nun „nur“ die lokale beziehungsweise regionale Presse oder die Fachzeitschriften.

Ein PR-Fachmann muss analysieren können, welche Chancen er als realistisch ansieht, Ihr Unternehmen erfolgreich in die Medien zu bringen. Von Traumtänzern haben Sie gar nichts. Ein weiteres Indiz für einen guten PR-Berater ist auch, wenn er branchenspezifische Sachkenntnisse mitbringt und auf Ihre Themen entsprechend reagieren kann.

Der Kommunikationsmarkt entwickelt sich immer schneller und von daher sind Branchenkenntnisse für eine solide Beratung zwingend. Denn nur mit denen kann man gezielt informieren, weil ein Gespür dafür da ist, was wichtig ist und was nicht. Lassen Sie sich Referenzen vorlegen, dann können Sie ersehen, welche Firmen bereits von ihm betreut wurden.

Das Ziel kennen

Wenn Sie einen Berater einschalten, sollten Sie wissen, welches Ziel Sie mit seiner Hilfe anstreben, und ihm das mitteilen. Welche Wünsche haben Sie im Bezug auf die Pressearbeit? Wie sollten Aktionen ablaufen? Er wird Sie dann beraten, was möglich ist und was nicht. Mit dieser Offenheit verhindern Sie in der Anfangszeit Ihrer Zusammenarbeit unnötige Reibungspunkte, die sonst auf beiden Seiten zu Frust führen.

Briefing

In einem Briefing, einem Fragen- und Antwortkatalog, den Sie zusammen mit Ihrem Berater erarbeiten, werden alle Dinge, die das Unternehmen betreffen, und auch Ihre Erwartungen und Wünsche an die Kommunikationsmaßnahmen schriftlich festgehalten. So ein Briefing, das klar und präzise formuliert sein sollte, steht nicht nur Ihnen zu, sondern auch Ihrem Berater.

Kreativität hat ihren Preis

PR ist eine schwer messbare Leistung. Sie kaufen kein Stück Fleisch, sondern Kreativität. Deshalb sollten Sie die finanziellen Forderungen Ihres Beraters auch nicht wie auf einem Basar herunterhandeln. Hier gelten andere Spielregeln, die Sie achten sollten. Sie wollen gute Leistung – die hat nun mal Ihren Preis. Was für das Honorar gilt, hat auch für den Etat Gültigkeit. Schnüren Sie nicht ein zu kleines Finanzpaket für Ihre Öffentlichkeitsarbeit und lassen Sie Ihrem Berater auch ausreichend Spielraum. Schließlich muss er Ihr Unternehmen souverän repräsentieren können.

Kein Zauberer

Erwarten Sie in Ihrem Berater keinen Zauberer, der Ihr Image von heute auf morgen verbessert. Rechnen dürfen Sie jedoch mit einem Begleiter auf Ihrem Weg dorthin, der immer wieder bemüht sein wird, Hilfestellungen zu geben und Ideen zu entwickeln, um Ihr Ziel zu erreichen. Wie im Geschäftsleben, muss man auch auf diesem Gebiet mit Rückschlägen rechnen. Grundsätzlich betrachtet, sollten aber die Erfolgserlebnisse überwiegen. Unter dem Strich müssen Sie sich verstanden, repräsentiert und vermarktet fühlen – und das auf dem sensiblen Feld der Public Relations.

 

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