Ausgabe 4 - Herbst 2004 griffity insights
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Editorial
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Public Relations
Grundsätze der Public Relations
„Den Journalisten“ gibt es nicht – über den Umgang mit Journalisten
Clippings belegen Ihren PR Erfolg
Eventmarketing
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Kurz notiert

Grundsätze der Public Relations

Die Abkürzung PR steht für Public Relations und heißt auf deutsch Öffentlichkeitsarbeit. Es handelt sich also um eine Methode, Informationen zu verbreiten, die von der Öffentlichkeit mit Interesse aufgenommen werden. Diese denkbar einfache Definition soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass PR Praxis, Geschicklichkeit, eine Menge Energie, Ausdauer und Zeit erfordert.

Exakt wurde die Öffentlichkeitsarbeit bis heute nicht definiert. Aber es gibt viele hundert Ansätze, die widerspiegeln, wie vielschichtig das Thema PR ist. Denn es geht in erster Linie um ein Thema, dass sich ebenfalls komplex darstellt: Die Kommunikation. Das bedeutet, man kann PR mit Kommunikation, die an die Öffentlichkeit gelangt, gleichsetzen. Besondere Merkmale sind die Vielfältigkeit und die verschiedenen Mittel, mit denen diese Kommunikation transportiert wird.

Die Profis der PR-Branche bemühen immer gern eine Gleichung, die versucht, das Thema Öffentlichkeitsarbeit zu umschreiben:
„Wenn ein junger Mann ein Mädchen kennen lernt und ihr sagt, was für ein großartiger Kerl er ist, dann ist das Reklame. Wenn er ihr stattdessen sagt, wie reizend sie aussieht, dann ist das Werbung. Aber wenn das Mädchen sich für ihn entscheidet, weil sie gehört hat, was für ein feiner Kerl er ist, dann ist das Öffentlichkeitsarbeit.“

Immer noch wird Öffentlichkeitsarbeit mit Pressearbeit gleichgesetzt; das ist jedoch nicht der richtige Ansatz, denn die Pressearbeit ist lediglich ein Instrument von mehreren im Rahmen der PR; sie multipliziert und transportiert Ihre Botschaft „in den Rest der Welt“

Wenn Sie sich des Themas Öffentlichkeitsarbeit innerhalb Ihres Betriebes annehmen, sollten Sie sich stets an drei Gebote halten:

  • Glaubwürdigkeit
  • Offenheit
  • Worttreue

Schaut man sich innerhalb der PR-Szene um, wird schnell deutlich, dass sich manche Kollegen nicht immer an diese Gebote erinnern. Das sollte aber keine Freikarte sein, sie zu missachten, denn sie sind für diese Branche unerlässliche Merkmale für eine erfolgreiche Arbeit.

Doch es gibt noch mehr Schlüsselworte, wie zum Beispiel die Sachlichkeit.
Öffentlichkeitsarbeit zeichnet sich durch diese aus. Die Presse erwartet in erster Linie Fakten, damit aus diesen die Berichte gemacht werden können. Die Pressetexte müssen sich also klar von den Werbetexten absetzen.

Regelmäßigkeit ist ebenfalls ein Schlüsselwort. Denn nur durch eine ständige Präsenz auf den Schreibtischen der Journalisten wird man bekannt und verschafft sich ein Image.

Schlüsselwort Nummer drei ist die Professionalität:
Äußern Sie sich gegenüber der Presse nie mit schwammigen Antworten oder unvollständigen Druckunterlagen. Machen Sie auch keine falschen Aussagen, weil Sie meinen, sofort irgendetwas sagen zu müssen. Denken Sie immer daran: Qualität zählt, nicht Quantität.

Noch ein Schlüsselwort: Systematische Arbeit
Auf ein organisiertes System im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit können Sie nicht verzichten. Sie brauchen ein geordnetes Archiv und einen gut organisierten Bilderdienst. Denn Journalisten erwarten professionelle Unterlagen und Auskünfte fast rund um die Uhr und haben meist keine Zeit, um Schludrigkeit zu ertragen.

Ihre Zielsetzung muss also lauten:

  1. Vertrauen gewinnen und erhalten
  2. planen, überlegen und beobachten
  3. sammeln, prüfen, anregen und einwirken
  4. informieren
  5. Beziehungsgruppen überzeugen
  6. glaubwürdig, offen und worttreu sein.

Für all diese Dinge bedarf es der Kommunikation. Diese präsentiert sich oftmals unter verschiedenen Vorzeichen. Denn Sprache ist nicht gleich Sprache. Vielmehr muss man auf die verschiedenen Zielgruppen oder Beziehungsgruppen sprachlich anders eingehen. Daher ist man gut beraten, sich mit den unterschiedlichen Kommunikationsmaßnahmen vertraut zu machen. Ein Patentrezept, wie man sich wann welcher Kommunikationsform bedient, gibt es jedoch leider nicht. Denn Kommunikation ist eine sehr individuelle Angelegenheit.

Sie sollten Ihre Kommunikationsmaßnahmen nicht nach Geschmack Ihres Chefs oder nach Ihrem eigenen ausrichten, sondern stets an die denken, die Sie erreichen und informieren wollen. Fragen Sie sich, was Ihr Unternehmen, Ihre Behörde oder ihr Verein mit der Kommunikationsmaßnahme erreichen will und welche Form der Kommunikation die sinnvollste ist. Seien Sie sich selbst gegenüber kritisch genug, um erkennen zu können, ob Sie diese Herausforderungen selbst annehmen können oder ob Sie nicht doch besser einen Profi einschalten. Längst nicht jeder ist in der Lage, sich kommunikationstechnisch in seine Zielgruppe(n) hineindenken zu können oder sich gar in deren Sprachgebrauch hineinzuversetzen.

 

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