Ausgabe 4 - Herbst 2004 griffity insights
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Editorial
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Eventmarketing
Kurz notiert
Ein gemieteter Messestand kann die Kosten im Zaum halten
Verschiedene Standbauweisen für den individuellen Messeauftritt
Geben Sie Ihrem Messestand ein unverwechselbares Gesicht
Die Besucher-
erfassung belegt Ihren Messe-Erfolg und erleichtert die Nachlese
Trends bei Events: Klein aber fein und mit Erfolgskontrolle

Geben Sie Ihrem Messestand ein unverwechselbares Gesicht

Die Visualisierung von Informationen durch Farbe und grafische Mittel ist ein wesentlicher Teil der Standgestaltung. Der Besucher erwartet in dem Informationswust, der auf ihn während eines Messebesuchs einströmt Orientierungshilfen. Diese geben visuelle Informationen, die sich unterscheiden lassen in:

  • Fernkennung
  • Nahkennung
  • Detailkennung

Ziel der grafischen Informationen: Der Interessent soll den gesuchten Stand in der Halle so schnell wie möglich finden. Zur Fernkennung gehören daher neben der Größe und Lage des Standes die Positionierung des Firmenlogos sowie die firmenspezifische Farbgestaltung. Hat er den Stand gefunden, will der Besucher schnell den ihn interessierenden Bereich finden. Für diese Nahkennung sollten daher Produkt- und Informationsgruppen voneinander getrennt sein. Die Nahkennung schafft schließlich den themenbezogenen Rahmen, ohne technische Detailaussagen vorwegzunehmen. Sie hat somit eine eindeutige Leitfunktion. Mittel der Nahkennung sind:

  • Firmenschriftzug
  • die Themenüberschriften (übergeordnete Begriffe)
  • Grafiken
  • Produktfarben

Die Informationsvisualisierung wird im wesentlichen durch fünf einander ergänzende Faktoren bestimmt:

  • Grafiken (z. B. technische Darstellungen)
  • Beschriftungen (Typografie)
  • Großformat-Fotos
  • Audiovisuelle Medien
  • Standfarbe (einschl. Fußbodenfarbe)


Da die Beschriftung häufig die erste Information darstellt, sollte diese am Stand gut platziert sein, typografisch gut angeordnet und in den Aussagen knapp und verständlich sein. Der Einsatz von grafischen Elementen ist nach unseren Erfahrungen sehr zu empfehlen, da sie verbale Aussagen unterstützen, Systeme optisch sichtbar machen, räumliche Eindrücke vermitteln und Anwendernutzen demonstrieren können. Anspruchsvolle, zum Messethema passende farbige Großfotos schaffen bei entsprechender Platzierung und Ausleuchtung zusätzlich eine besondere Erlebnis-Atmosphäre.

Audiovisuelle Medien
Der Einsatz von audiovisuellen Medien wie Film, Videoeinspielung, Multivision oder eine computergestützte Präsentation kann die Attraktion des Messestandes erhöhen und zu einer intensiveren Information beitragen. Obwohl audiovisuelle Medien hervorragende Kommunikationsmittel sind, stellen sie aber keinen Ersatz für das persönliche Gespräch dar. Beachtet werden muss auch, dass durch die Lautstärke von audiovisuellen Medien die Gespräche auf dem eigenen Stand und die auf Nachbarständen nicht gestört werden sollten. Audiovisuelle Medien sollen die aus technischen Gründen nicht demonstrierbaren Produkte und Verfahren im Einsatz zeigen und das Beratungsgespräch ergänzen.

Unverwechselbare Optik
Mit der Standgestaltung sorgen Sie dafür, dass der Stand eine firmentypische, möglichst unverwechselbare Optik bekommt. Dabei gilt es messespezifische Regeln zu beachten. Grundsätzlich sollten natürlich alle Produkte ins rechte Licht gerückt werden. Denn je attraktiver die Exponate präsentiert werden, um so eher wird die Aufmerksamkeit der Besucher gewonnen. Es ist besser, Klasse statt Masse zu zeigen. Am wichtigsten ist die deutliche Herausstellung des Nutzens für den Anwender. Eine Präsentation sollte daher vom Messebesucher aus gesehen werden. Dabei hilft es, sich in dessen Sichtweise hineinversetzen.

Zur Präsentation der Exponate gehört die vorherige Abklärung folgender Fragen:

  • Sind die Exponate optisch attraktiv (Design, Farbe, Verpackung)?
  • Kann die optische Wirkung der Exponate durch Farb- und Lichteffekte verstärkt werden?
  • Können die Ausstellungsgegenstände frei zugänglich präsentiert werden, oder müssen z.B. Kleinteile vor unbefugtem Zugriff (Bruch, Diebstahl) geschützt werden?
  • Wie praxisnah können die Exponate vorgeführt werden, und wie viel Platz ist dafür erforderlich?
  • Welche Informationen müssen gestaltet werden (Texttafeln, Displays)?
  • Wie lassen sich Dienstleistungen demonstrieren?
  • Wie kann der Anwendernutzen der Produkte klar aufgezeigt werden?

Einrichtung
Mobiliar und Inventar für den Präsentations- und Besprechungsbereich sollten formal, farblich und qualitativ angepasst sein. Das gilt für:

  • Informationsstand
  • Besprechungstische mit Stühlen
  • Bartresen mit Barhockern

Eine kleine Bar hat den Vorteil, dass hier kurze Gespräche geführt werden können, ohne dass ein Besprechungsraum belegt werden muss. Zur einfachen Ausstattung des Nebenbereichs gehören im wesentlichen die Kücheneinrichtung, Büroeinrichtung und Lagermöglichkeiten für Prospekte, Werbegeschenke etc. Bei den Kücheneinrichtungen gibt es viele platzsparende Angebote, die speziell auf den beengten Raum bei Messen ausgelegt sind.

Beleuchtung
Die Beleuchtung ist Teil der gesamten Standkonzeption. Unterschieden wird zwischen allgemeiner Standbeleuchtung (Besprechungs- sowie Nebenbereich) und Objektbeleuchtung (Präsentationsbereich). Effektbeleuchtung dagegen ruft einen zusätzlichen Reiz hervor. Grundsätzlich ist der Messestand gleichmäßig auszuleuchten, damit er klar von einer oft diffusen Hallenbeleuchtung abgehoben ist.

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